Mentales

Positives Denken – Grenzen und Möglichkeiten

Positives Denken ist meiner Meinung nach ein vollwertiges und zentrales Tool Persönlicher Entwicklung. Denn ohne positives und konstruktives Denken, ohne den Fokus auf das hin, was wir erreichen wollen, wie soll es da gelingen die eigenen Ziele zu erreichen?

Und wenn das Leben mehr von Pessimismus als von Optimismus bestimmt ist, wie glücklich kann ich dann überhaupt sein?

Doch positives Denken hat auch Grenzen. Nämlich da, wo unser persönlicher Einflussbereich und unsere Handlungsmöglichkeiten aufhören. Doch diese Grenze mit Exaktheit zu bestimmen, scheint bisher niemandem gelungen zu sein. Es bleibt daher an uns diese Grenzen immer wieder neu auszutesten und sie dadurch manchmal auch auszuweiten.

 

Positives Denken als Mittel zum Zweck

Setzen wir uns ein Ziel, welches wir in einer bestimmten Zeit erreichen wollen, so setzt dieses Wollen voraus, dass wir auch glauben das Ziel erreichen zu können. In diesem Sinne ist es notwendig, konstruktiv und somit in einem positiven Glauben an ein Ziel heranzugehen, wenn man Aussicht auf Erfolg haben will. Denn es ist leider nur seltenst der Fall, dass ich meine Ziele „versehentlich“ oder „ganz von selbst“ erreiche.

 

Positives Denken als Selbstzweck

Wie die meisten Menschen möchte ich mich in meiner Haut und in meinem Leben gerne wohl fühlen und eine gewisse Zufriedenheit, Glück und Freude erleben. Das bedeutet mit möglichst wenig Sorgen, Ängsten, ohne Stress, Druck, Schuldgefühle und dergleichen.
Und so oft warten wir auf dieses „Glück“, knüpfen es an tausend Bedingungen. „Ich werde zufrieden sein, wenn ich X€ pro Monat verdiene/ X kg wiege/ den richtigen Partner habe/ usw.“ Doch ist das wirklich notwendig? Oder auch nur hinreichend für Zufriedenheit?
Wenn das so wäre, wie kann es sein, dass wir dazu neigen immer neue Ziele und Sehnsüchte anzusteuern, nachdem wir eines davon erfüllt haben? Und wie kann es sein, dass – wenn aus dem Erhalt einer Sache oder eines Zustandes notwendig ein Glücksgefühl folgen würde – für unterschiedliche Menschen dann unterschiedliche Dinge wichtig sind?

Wie wäre es stattdessen, wenn ich mir direkt vornehme, positiv und voller Zuversicht in den Tag zu starten und so viel Freudvolles mitzunehmen, wie nur möglich? Wenn ich mich stets darauf konzentriere, etwas Gutes, Sinnvolles, Hilfreiches, Erfreuliches in den Ereignissen, Dingen, Personen und meinen Gefühlen zu finden? Dann steigen meine Aussichten dies auch zu erleben erheblich. Und nichts anderes wollte ich ja.

 

Grenzen Positiven Denkens

Mit einer konstruktiven Haltung gebe ich mir selbst die besten Chancen auch das zu erreichen, was ich mir vorgenommen habe und dabei gleichzeitig das Leben so freudvoll wie möglich zu erleben.

Dennoch wird es immer wieder Situationen geben, die ich nicht beeinflussen kann. Entscheidungen anderer Menschen zum Beispiel. Gesellschaftliche Prozesse und Veränderungen. Oder ein wirtschaftlicher oder politischer Umbruch. Größere Prozesse sowie die Handlungen und Entscheidungen anderer Menschen entziehen sich meiner direkten Kontrolle oder bewussten Steuerung. Zwar kann ich auch hier versuchen Einfluss zu nehmen, doch nur weil ich mir einen bestimmten Zustand herbeiwünsche, wird er (leider) noch nicht eintreffen.

Ich kann mir also wünschen, dass mein Nachbar, Mitbewohner oder Familienmitglied mehr Rücksicht auf mich nimmt oder mich besser versteht. Erzwingen oder mit Gewissheit herbeiführen kann ich es aber nicht. Genauso wenig kann ich allein die politische Richtung eines Landes oder einer Region bestimmen. Dazu brauche ich die Unterstützung vieler anderer Menschen.

Diese Grenzen, die dem Einflussbereich positiven Denkens gesetzt sind, sind jedoch nicht trennscharf. Je nach dem, wie ich mit meinem Nachbar zum Beispiel spreche, wird er mich sehr wohl verstehen oder mir entgegenkommen. Wenn ich allerdings den „falschen Ton anschlage“, kann sich ein Konflikt verschärfen oder sogar eskalieren. Auch hier lohnt es sich daher, in einer guten Absicht und der Unterstellung einer guten Absicht des Anderen an die Situation heranzugehen, Probleme in der Kommunikation auszumachen, um sie anschließend bewältigen zu können. Und genau hier ist es das Positive Denken, das mir die Richtung weist.

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